2. Lauf IDM Oschersleben
Am Vatertag machten wir uns auf in Richtung Oschersleben. Zuvor holte ich die Suzuki noch bei Altzschner ab, da hier noch einige Dinge des unverschuldeten Sturzes vom Lausitzring repariert wurden.
Für Freitag bauten wir eine vom Andy Vogt (GL Suspension) überarbeitete Gabel in die K5 ein. Ich war sehr gespannt, auf das Ergebnis. Ich wurde nicht enttäuscht. Nein, es ist seit sehr langer Zeit erstmals eine brauchbare Gabel in meinem Motorrad. Eine lange Odyssee im Fahrwerksbereich scheint beendet zu sein.
Ich merkte sofort einen gewaltigen Unterschied in der Vorderradführung. Nun war ich in schnellen Kurven nicht permanent in Sturzgefahr und konnte meine persönliche Bestzeit in Oscherleben bereits im freien Training auf 1:32,5 senken und konnte diese Zeit einige Male bestätigen. Ich war sehr zufrieden und freute mich bereits auf Samstag.
Fürs Quali am Samstag erwartete ich mit neuen Reifen daher auch ne hohe 1:31er Zeit. Ich fuhr nach wenigen Runden bereits meine Bestzeit, dann löste sich das Zwischenrohr vom Auspuff und ich konnte mit bestimmt 130 DB und weniger Leistung mich nicht weiter steigern.
Für das 2. Quali durfte ich einen anderen Reifentyp von Bridgestone ausprobieren. Im Nachhinein für mich absolut unbrauchbar. Ich konnte nicht mal die Zeiten aus dem 1. Training fahren und lag gut 1 Sekunde hinter meiner Freitagszeit. So verlor ich noch 5 Plätze und rutschte vom 28. Platz auf den 33. zurück.
Weiterhin plagten mich seit dem Lausitzring Zündaussetzer, die das Motorrad plötzlich ausgehen lies und ich während der Fahrt dann blitzschnell den Zündschlüssel aus und wieder an machen muss.... Das wurde letztlich immer schlimmer und in fast jeder Runde. Auch im Warm up. Da an der Elektrik nichts festzustellen war, schmissen wir für das Rennen den Powercommander, das Zündmodul und den Schaltautomat raus, um endlich den Fehler zu finden. Ich kann es vorwegnehmen: Der Fehler ist weg.
Mein Start zum 1. Rennen war ganz gelungen, ich war dicht in einem schönen Pulk. Ich merke immer wieder, das ich am Anfang viel schneller fahren könnte, als die Jungs direkt vor mir. Aber vorbeifahren ist nicht so einfach. Dennoch gelang es mir recht gut. Ich stellte mich recht schnell auf den fehlenden Schaltautomat und den Verlust einiger PS durch den Powercommander ein. In den Kurven konnte ich ein wenig schneller als die anderen fahren, am Kurvenausgang und Gerade fuhren mir die Jungs allerdings deutlich weg. Auf der Bremse konnte ich zwar so gerade wieder heranfahren, doch es war schwer, Überholvorgänge einzuleiten.
Das war zwar ziemlich frustrierend, aber es gelang mir dennoch einige Male. Und die die ich erstmal überholt hatte, fanden danach keinen Weg mehr an mir vorbei. Letztlich konnte ich mich daher von meinem Startplatz um ganze 10 Plätze auf den 23. Platz nach vorn fahren. Die Zeiten waren für die Kämpfe mit konstanten 32er Zeiten auch sehr gut.
Der Start zum 2. Rennen war ebenfalls recht gut und ich fand mich an etwa gleicher Position wie im Ersten Rennen wieder. Ich hatte bereits einige überholt, als mir in der 4. Runde Ausgangs der Hasseröder Kurve die Kette riss.
Damit war das Rennen für mich bereits zu Ende. Warum die Kette nach so kurzer Zeit gerissen ist müssen wir noch analysieren.
Das nächste Rennen findet am 02./03. Juni auf dem Grandprix Kurs Assen in Holland statt.
Gruß Holger



